Betrachtungen über Leben und Tod

Neuanfang 2022
Neuanfang 2022

Betrachtungen über Leben und Tod.

Das Jahr 2022 hat seine Tore geöffnet.
Neugierig und zuversichtlich habe ich sachte mein Köpfchen hineingesteckt.
Der Sonne entgegen geschaut. Kälte und Ruhe getankt. Mich in der Heimat Natur eingebettet. Zeit geteilt mit Liebe, Bewegung, Genuss, Spiel und Lachen. In Gemeinsamkeit.

Ich hab’ ein bisschen weiter geschaut. Den Blick auf unsere Gesellschaften gewagt.
Trotz des zarten, neu geborenen Jahres sind die grauen und dunklen Töne immer noch im Vordergrund sichtbar. Eine Art menschlichen Umgangs, der unsere Gesellschaft offenbar immer wieder für längere, intensivere Zeiten besucht, ihr anhaftet.
Verdeckte Gesichter. Angst. Abstand. Gegenseitiges Beäugen. Unsicherheit. Eine Fülle unterschiedlicher Geschichten und Glaubenssätze. Losgelöst von menschlichen Bedürfnissen. Leblos. Lautlos.

Ein ungewöhnlicher Gast am Morgen

Morgen am See. Hier sitze ich. Betrachte das Leben in 2022. Es lenkt meine Aufmerksamkeit auf den „Gegenspieler“: den Tod. Ein (meist) unwillkommener Gast.
Ich lade ihn ein, neben mir Platz zu nehmen. Für eine gewisse Zeit. Seine Anwesenheit wird spürbar. Heute ganz in meiner Nähe. Wenn es soweit ist, wird er seinen Platz pflichtbewusst einnehmen. Doch bis dahin ist noch Zeit.
Wir sitzen gemeinsam. Ein ungewohntes Nebeneinander. Das braucht Mut. Atmen (hilft!). Ein. Aus. Schweigend schauen wir in den Tag.

Nichts fordern. Geduldig sein. Das macht das Aushalten leichter. Das Aushalten, dass beides seine Berechtigung hat: Leben und Tod. Zugleich bin ich dankbar für die lautlose Anwesenheit dessen, der da neben mir sitzt.
Jetzt schleicht sich auf unerklärliche Weise (Lebens-)Freude ein. Mein Körper spürt so etwas wie Tatendrang. Ideen beginnen, sanft zu sprudeln. Ich ahne, was ich brauche. Was mir gut tut. Nach was ich suche. Nach was ich mich sehne…
Mir dämmert, wie ich leben möchte. Was ich mir selbst erlauben möchte. Vielleicht in kleinen Schritten. Freiheiten ausprobieren. Mich mir selbst liebevoll zuwenden. Mich für meine innersten Bedürfnisse öffnen. Für das eine Leben, das mir geschenkt wurde. Es respektvoll und würdevoll annehmen.

Der Tod als Lehrmeister

Mut macht sich breit. Ein Lächeln zaubert sich mir ins Gesicht.
Ich schaue meinen Tod an. Einen neugewonnenen Lehrmeister. „Danke, dass du mich heute erneut gelehrt hast, was Leben bedeutet.“ Diese Worte kommen direkt aus meinem Herzen.

Mit dieser Klarheit gehe ich in den Tag. Nehme mit meinem ganzen Sein am Leben teil. Fülle meinen Platz in voller Größe aus – und wahre zugleich meine innersten Bedürfnisse und Sehnsüchte. Schenke mir die Freiheit zu leben!

Vielleicht magst auch du dieses kleine Experiment wagen? Unliebsames neben dir Platz nehmen lassen. Vielleicht den Tod, vielleicht auch etwas anderes, das dich momentan beschäftigt. Schenke dir mutig einen Raum für Erfahrungen.

Ich bin sehr gespannt darauf. Vielleicht möchtest du mich in irgendeiner Weise daran teilhaben lassen. Ob in der Kommentarfunktion des Blogs, per E-Mail oder bei unserer nächsten Begegnung.


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