Die Kraft der Utopie

Zukunft gestalten
Zukunft gestalten

Jahresbeginn: Die beste Zeit für Utopien.

Willkommen im Jahr 2021, „Jahr des Büffels“ nach den chinesischen Tierkreiszeichen. Und da ist er auch schon losgelaufen, der Büffel, mit Geduld und Ausdauer. Und wir? Wir sind vielleicht noch mittendrin in einem merkwürdigen DAZWISCHEN. 

Der Anfang des Jahres ist die beste Zeit, um die eigenen Gedankenfühler ganz weit in die Zukunft auszustrecken. Es ist eine Zeit, um Träume, Visionen, ja Utopien zu wagen. Los geht es, dem Büffel gleich, mit kleinen, geduldigen Schritten. Mitten hinein in die Welt der Fantasie. Utopien gedeihen am besten, wenn lebendige Hoffnung sie nährt. Neue Konturen werden sichtbar, neue Horizonte erstrecken sich. Unmögliches mag möglich werden. 

 

Mit Zukunftsträumen und Utopien zu neuen Horizonten

Ohne Träume und Utopien erscheint mir das Leben sooo neutral. Leer. Und fad. 

Deshalb möchte ich dich einladen zu träumen: von einer besseren Welt, von einem „guten Ort“ oder fiktiven „Nichtort“. Öffne dein Herz und deinen Kopf. Lasse deine Gedanken und Visionen herumtollen wie einen ungezähmten Büffel 😉:

Wie sieht die bessere Welt aus, von der du träumst? In welcher Zukunft möchtest du leben?
In was für einer Welt arbeiten? Welche Art von Beziehungen wachsen lassen – privat und beruflich?
Was du brauchst für deine ganz persönlichen Zukunftsträume? Humor. Fantasie. Und Mut.

Erlaube dir Sinnhaftigkeit. Kreiere subversive Ideen. Ideen, die den Mantel unvernünftig tragen. Und drastisch anmuten. Auf Widerstand stoßen. Und letztlich Zukunft ermöglichen.

„Fortschritt ist die Verwirklichung von Utopien“, schrieb Oscar Wilde. Deshalb ist die Utopie ein großartiger Ausgangspunkt für Zukunftsvisionen. Ausgehend von der Utopie entfaltet sich die Kraft des Horizontes; neue Wege werden gangbar.

Bedenke dabei: Jede Utopie beginnt klein. Jede noch so weitreichende Vision startet mit dem ersten Schritt. Nicht anders mag es den idealistischen Träumern gegangen sein, die mit ihren Utopien das Fundament für einst unvorstellbare Entwicklungen legten: erst Gleichheit, später Emanzipation und heute dann Phänomene wie das autonome Fahren …

 

Utopie – was ist das überhaupt?

Per Definition ist die Utopie ein „Entwurf einer möglichen, zukünftigen, meist aber fiktiven Lebensform oder Gesellschaftsordnung, die nicht an zeitgenössische historisch-kulturelle Rahmenbedingungen gebunden ist.“ (Wikipedia) Weiterhin wird der Begriff als Synonym für eine „schöne, aber unausführbar betrachtete Zukunftsvision“ verwendet. Und gerade deshalb haben Utopien eine große Anziehungskraft: Träume, Wünsche, Idealvorstellungen von einer besseren, anderen Welt sind magisch, manchmal auch abstoßend. Sie sind getragen von der Frage nach dem Sinn. Frei von Regeln. Gekleidet in einer Skizze.

Sonnenklar ist: Utopien liefern weder Antworten noch Lösungen. Sollen sie auch gar nicht. Denn sie werfen die richtigen Fragen auf! Außerdem verraten sie oft Vieles über die Zeit, in der sie entstanden sind. 

 

Deine Utopien zum Leben erwecken

Bist du bereit für das Experiment „Utopie“?

Dann sorge zunächst für den richtigen Nährboden.

Gib deiner moralischen Überlegenheit einen befristeten, sicheren Parkplatz. Und platziere, wenn du magst, deine überholten Vorstellungen gleich nebenan. Sie dürfen sich sicher sein: Auf Deinem Rückweg sammelst du sie pflichtbewusst wieder ein.

Begib dich auf den Weg zu Alternativen. Suche Kollektive für gemeinsame Ideale.

Erlaube dir, mit den Grenzen der Radikalität zu spielen. Verschiebe sie so, dass es beginnt etwas zu schmerzen. Vielleicht spannen sich deine Mundwinkel an und du ziehst schon mal den Kopf ein. Das könnten gute erste Anzeichen dafür sein, dass deine Ideen sich eine Entwicklung in Richtung Utopie erlauben. Wichtig dabei: Schau, dass du trotzdem oder gerade deshalb ernst genommen wirst. Den Rest übernimmt deine dicke Winterhaut.

Wenn du einer jungen Stimme* Glauben schenken magst, so helfen drei Dinge dabei, deine (bzw. die) Welt zu verändern:

1. Sei ein bisschen unrealistisch.
2. Bade dich in Unvernunft.
3. Höre auf dich! Oder anderes gesagt: erlaube dir den Ungehorsam.

*Quelle: Rutger Bregman, Utopien für Realisten (sehr empfehlenswert für alle, die sich noch tiefer mit dem Thema „Utopien“ befassen möchten)

 

Meine Utopien, deine Utopien

Hmmm … ich wage mal einen Versuch. Ich wage es, irreal, unvernünftig und drastisch zu sein …

Utopie 1: Wasser und Nahrung sind für jeden Menschen frei verfügbar.
Utopie 2: Die Wirtschaft funktioniert ohne Hierarchie.
Utopie 3: Bildung zielt auf Qualität, Denk- und Umsetzungsfähigkeit.

Welche Resonanz löst die ein oder andere meiner Utopien bei dir aus? Und vor allem frage ich ganz neugierig: Hast du selbst Utopie(n), die du teilen magst? Bist du auch auf der Suche nach einem neuen Horizont, einer anderen Zukunft? Sei mutig und bereichere mich, meinen Blog oder die Welt. Bunt darf sie sein – auch weit über das Jahr 2021 hinaus!

Ich freue mich auf deine Rückmeldungen und einen Austausch mit dir. Ob im Blog oder per E-Mail.


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