Von der Kraft des Verzeihens

Ho‘oponopono
Ho‘oponopono

Sich selbst verzeihen lernen.

Ärger, Wut, Trauer. Die Gefühle stauen sich immer mehr in dir an. Das ganze Paket aufwühlender Emotionen hat dich fest im Griff. Du kannst einfach nicht loslassen, hakst dich gedanklich immer wieder an derselben Stelle ein. Du klebst förmlich an deinem Problem fest. Oder der Konflikt, den du kürzlich mit deinem Mitarbeiter (oder deiner pubertierenden Tochter im Homeschooling oder deinem Ehepartner oder deinem Mitgesellschafter oder oder …)  hattest, lässt dich nicht los.

Kennst du solche und ähnliche Gefühle? Kannst du dir für etwas, was geschehen ist, selbst nicht verzeihen? Dann ist es Zeit für Ho‘oponopono.

In vier Schritten zur Selbstvergebung

Ho’ponopono ist ein Vergebungsritual, das ursprünglich aus Hawaii stammt. Wir führen dabei einen Dialog mit uns selbst, der die Ebene unseres unbewussten Handelns berührt. Ganz nach dem Motto: „Du bist heute, wo deine Gedanken dich hingebracht haben, und du wirst morgen dort sein, wo deine Gedanken dich hinbringen werden.“ (James Allen)

In vier Sätzen führt dich das Ho’oponopono auf den Weg der Selbstvergebung. Sie lauten:

  1. Es tut mir leid, dass ich/du …
  2. Ich verzeihe mir/dir …
  3. Ich danke mir/dir für diese Erfahrung.
  4. Ich liebe mich/dich.

Sprich die Sätze langsam und mit lauter Stimme – für dich selbst. Achte darauf, an welchen Stellen dir das Sprechen leichtfällt und an welchen Stellen du Widerstand spürst. Nimm die Sätze als dein ganz eigenes Mantra in dein Herz und deinen Kopf auf. Wenn du mutig bist, bleibst du am besten in der Formulierung bei dir und schwenkst nicht auf dein Gegenüber. Nutze das Ho’oponopono, bis du bei jeder einzelnen Zeile mit Kopf und Herz voll hinter deiner Aussage stehst.

Ein Fallbeispiel aus dem Führungsalltag

Du bist Führungskraft und konntest Mitarbeiter*in X weder motivieren, noch im Team halten. Der Konflikt ist schließlich so eskaliert, dass ihr euch gerichtlich trennen musstet. Obwohl dein Management zu hundert Prozent hinter dir steht und du eigentlich alles „richtig“ gemacht hast, gährt es in dir weiter. Die Situation fühlt sich für dich irgendwie „nicht richtig an“ – du selbst kommst damit gar nicht gut klar.

Die vier Ho’oponopono-Sätze könnten in diesem Fall lauten:

  1. Es tut mir leid, dass ich Mitarbeiter*in X weder motivieren, noch im Team halten konnte. Und dass wir uns letztlich gerichtlich getrennt haben.
  2. Ich verzeihe mir, dass ich Mitarbeiter*in X nicht motivieren und führen konnte. Ich verzeihe mir, dass wir uns gerichtlich trennen mussten.
  3. Ich danke mir für diese Erfahrung, an der ich wachsen kann.
  4. Ich liebe mich.

In ähnlicher Weise kannst du das Ho’oponopono auf alle Lebensbereiche anwenden. Und, wie geht es dir jetzt mit deinem Problem, deinem Konfliktpartner oder auch mit dir selbst? Hat sich etwas für dich verändert? Ich bin sehr gespannt von dir und deinen Erfahrungen zu hören. Teile sie gerne als Kommentar oder schreib mir eine Mail.


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