Der Berg ruft

Hochtour
Hochtour

Entschleunigung.

Wo lässt es sich besser entschleunigen als in der Natur? Und noch besser: im Hochgebirge, auf den Dächern der Welt, wo alle Sorgen unbedeutend erscheinen und der Geist zur Ruhe kommt. Nach Wochen von #stayhome ist der Ruf der Freiheit umso verlockender. Rucksack packen, Wanderschuhe schnüren: Auf geht’s ins Gebirge!

Die Stille der Bergwelt

Was macht die Berge, diese Dächer der Welt, für mich zu einem so besonderen Ort? Es sind vor allem die Stille und das Erhabensein. An einem klaren Tag im Hochgebirge segeln die Wolkenschiffe gemächlich am Himmel entlang – und ich fühle mich dort selbst wie auf einer Wolke sitzend, ganz friedlich, gut eingebettet.

Beim Wandern findet jeder seinen persönlichen Rhythmus. Die Schritte passen sich dem eigenen Tempo an. Die Gedanken werden zum Rinnsal und verstummen schließlich ganz. Die Gespräche verebben. Das pure SEIN. Konzentration. Reduktion.

Einssein mit der Natur

Der Fokus liegt in der Bewegung, in der Betrachtung, im Einssein mit der Natur. Hast du schon einmal eine Hochtour von Hütte zu Hütte gemacht? Dann kennst du das: Der Komfort nimmt ab, die Zufriedenheit zu. Eine Schlafstätte, Wärme und Essen – mehr braucht der müde Kletterer nicht zu seinem Glück. Fließendes oder warmes Wasser? Überbewertet.

Und ach, das Essen! Das Essen ist einfach immer (!) gut. Ich mag die Konzentration auf das Wesentliche: eine wärmende Suppe, eine sättigende Hauptspeise (ohne vegan oder sonstigem trendigen Gedöns), etwas Süßes hinterher. Und zu guter Letzt einen wärmenden Schnaps. Geruhsame Nacht!

Zum Überleben braucht es Beziehung

Ganz oben, in der Gletscher- und Klettersteigwelt, gibt es eine Überlebensregel: Geh niemals allein! Klettere nur in Gesellschaft, in Seilschaft. Denn Gletscherspalten sind tückisch und Gesteinslawinen meist tödlich.

Die Bergwelt lehrt dich also nicht nur im SEIN mit Dir selbst, sondern auch in der Beziehung zu anderen. Vertrauen sichert das Überleben. Ganz hier oben auf dem Berg kristallisiert sich die eine, wesentliche Frage heraus: Können wir unser Leben und das Leben unseres Gegenübers wertschätzen? Und behüten?

Wie kannst du am besten entschleunigen? Welcher Ort oder welche Tätigkeit verschafft dir ein Gefühl von Freiheit? Und: Wie gelingt es dir im Alltag, dein Leben wertzuschätzen? Ich bin soooo neugierig! Schreib mir einen Kommentar und schicke eine Mail.


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1 Kommentar

  1. MM 24. Juli 2020
    Antworten

    Wie herrlich – allein die Vorstellung entschleunigt schon 😉
    Merci!

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